Veranstaltungen

Gedenkveranstaltung: Ende des 2. Weltkrieges in Aachen
Veranstalter: Bürgerstiftung Lebensraum Aachen

Am 21. Oktober 2014 ist es genau 70 Jahre her, dass amerikanische Truppen Aachen und die Aachener befreiten. Die Diskussion um den Bunker in der Rütscherstraße hat die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen zu dem Entschluss gebracht, dieses Ereignis im kommenden Jahr in die Erinnerung der Aachenerinnen und Aachener zurückzuholen. Wir sind dabei, einen Erinnerungsort zu konzipieren, eine geschichtliche Aufarbeitung zu veranlassen, Augenzeugen zu Wort kommen zu lassen und Aachener Schulen anzubieten, zum Thema „70 Jahre Frieden und Freiheit“ zu arbeiten. Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler sollen durch einen Wettbewerb unterstützt werden. Ebenso wollen wir amerikanische Zeitzeugen zu Wort kommen und in amerikanischen Schulen die Bedeutung von Frieden und Freiheit reflektieren lassen. Wir Aachener wollen dabei auch unseren Befreiern unseren Dank aussprechen!

Ort und Zeit
21.10.2014
11.30 – 14.30 Uhr
Rathaus Aachen


Tagung zur “Schlacht im Hürtgenwald 1944/45” am 13.9.2014 in Vossenack
Veranstalter: Arbeitskreis für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa e. V., Gemeinde Hürtgenwald, Gesellschaft für interdisziplinäre Praxis e. V., Landschaftsverband Rheinland, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, RWTH Aachen / Lehr- und Forschungsgebiet Wirtschafts-, Sozial- und Technologiegeschichte, Stiftung Gedenken und Frieden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Die Veranstalter danken der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen für die Förderung der Tagung.

Der Hürtgenwald war im Spätherbst 1944 der Schauplatz für schwere Kämpfe zwischen alliierten Soldaten und Soldaten der Wehrmacht im deutsch-belgischen Grenzgebiet. Die Kämpfe zählen zu den längsten und verlustreichsten Gefechten des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden im Westen. Sie hinterließen tausende Verwundete und Tote. Nach 1945 blieb der Hürtgenwald mit seinen Gemeinden über viele Jahre von dem Kriegsgeschehen gezeichnet. Noch heute finden sich in den Wäldern Kriegsrelikte: gesprengte Bunker, überwachsene Laufgräben, gefährliche Blindgänger. Außerdem zeugen zwei Kriegsgräberstätten, Kreuze, Tafeln, zahlreiche Gedenksteine und künstlerische Objekte davon, welch tiefe Spuren die Kriegsereignisse in der Erinnerung der Menschen hinterlassen haben. An den Kämpfen beteiligt waren auch Soldaten der 116. Panzerdivision („Windhund“-Division), die zuvor in Jugoslawien, an der „Ostfront“ in Russland und in Frankreich eingesetzt worden war. Veteranen der 116er-Division etablierten in der Region eine Erinnerungskultur, die bis in die Gegenwart Bestand hat. Inzwischen leben nur noch wenige der Veteranen von 1944. Durch das Wegbrechen des Veteranenverbandes ist eine Lücke entstanden, die dem „wilden Gedenken“ Tür und Tor öffnet. Betrachtet man die Erinnerungslandschaft Hürtgenwald als Ganzes, dann fällt auf, dass einerseits eine differenzierte Repräsentation der lokalen und regionalen Kriegserfahrung fehlt, während sich andererseits die Erinnerung an die „Windhund“-Division deutlich in der Landschaft wiederzufinden scheint.
Die Fachtagung „Hürtgenwald – Perspektiven der Erinnerung“ zielt vor diesem Hintergrund darauf ab die bisherige Debatte über eine angemessene Darstellung der regionalen Kriegsgeschichte zu erweitern; Elemente für ein Korrektiv zu der in Teilen täterfixierten und mythendurchsetzten Geschichtserzählung in der Region herauszuarbeiten; einen Perspektivwechsel in der Erinnerungspolitik der Region anzustoßen, der den Generationenwechsel berücksichtigt.

Es referieren und diskutieren: Prof. Dr. Andreas Dix (Universität Bamberg, Vorstand ARKUM), Ulrike Lubek (LVR-Direktorin), Bernd Neuendorf (Staatssekretär im Jugend- und Kulturministerium NRW), Axel Buch (Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald), Frank Möller (Deutschlandfunk), Dr. Peter M. Quadflieg (RWTH Aachen), Dr. Joachim Weiner (GIP), Wolfgang Wegener M.A. (LVR), Dr. Karola Fings (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln), Dr. Klaus-Dieter Kleefeld (LVR), Peter Bülter (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.), Sylvia Löhrmann (Ministerin für Schule und Weiterbildung NRW), Maria Springenberg-Eich (Landeszentrale für politische Bildung NRW), Wolfgang Spelthahn (Landrat Kreis Düren), Dr. Klaus Naumann (Hamburger Institut für Sozialforschung), Projektkurs Geschichte der Q1 des Franziskus-Gymnasiums Vossenack.

Ort und Zeit
13.9.2014
8.45 – 17.00 Uhr
Franziskus-Gymnasium, Hürtgenwald-Vossenack

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite zur Tagung.


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